Tulpen Treibmethoden für die Produktion von Schnittblumen und Topfpflanzen Das Treiben von Blumenzwiebeln
2 Abb.1. Schematische Darstellung der verschiedenen Produktionsmethoden und der entsprechenden Kältebehandlungen 1. Freilandproduktion von Tulpen 2. Treiberei ungekühlter Tulpen im Gewächshausboden 3. Treiberei von 9°-C- (vorgekühlten) Tulpen im Gewächshausboden 4. Treiberei von 5°-C-Tulpen im Gewächshausboden Anfang eines Kühlzeitraums Künstliche Kühlung Natürliche Kühlung Anbauzeitraum Pflanzung August September Oktober November Dezember Januar Februar März April Mai
3 5. Treiberei ungekühlter Tulpen in Kisten oder Töpfen in Erde 6. Treiberei von 9°-C- (vorgekühlten) Tulpen in Kisten oder Töpfen in Erde 7. Treiberei ungekühlter Tulpen in Kisten oder Töpfen auf Wasser 8. Eistulpen in Kisten Anfang eines Kühlzeitraums Künstliche Kühlung Natürliche Kühlung Anbauzeitraum Pflanzung August September Oktober November Dezember Januar Februar März April Mai
Inhaltsverzeichnis Abbildung 1 - Diagramm der Produktionsmethoden ........... 2 Kapitel 1 – Einleitung Tulpen .................................................................................. 5 Botanische Klassifizierung .................................................. 5 Tulpentreiberei .................................................................... 5 Vorbereitung der Zwiebeln nach der Lieferung .................. 5 Zwiebelgrößen ..................................................................... 5 Kapitel 2 – Verschiedene Methoden der Tulpenproduktion Tulpen müssen einer Kältebehandlung unterzogen werden .. 6 Treiberei von 9°C- (vorgekühlten) und ungekühlten Tulpen in Kisten 6 Treiberei von vorgekühlten Tulpen in hydroponischen Kisten 6 Treiberei von 5°C-Tulpen im Gewächshausboden .................. 6 Treiberei von 9°C- (vorgekühlten) und ungekühlten Tulpen im Gewächshausboden .............................................................. 6 Treiberei von Tulpen in Töpfen .............................................. 6 Verzögerte Blüte bei Kistenkultur ......................................... 6 Freilandproduktion von Tulpen .............................................. 7 Kapitel 3 – Temperaturbehandlung und Pflanzenwachstum Temperaturbehandlung wird normalerweise in den Niederlanden durchgeführt ............................................................................ 7 Stadium G ............................................................................ 7 Zwischentemperatur............................................................ 8 Stadiumbestimmung ........................................................... 8 Eigenschaften der Stadien .................................................. 8 Kapitel 4 – Kistentreiberei auf Erde: Vorteile, Kühlung und Planung Vorteile der Kistentreiberei ................................................. 9 Kühlung ............................................................................... 9 Kühltemperatur ................................................................... 9 Bestimmung des Blütezeitpunkts ....................................... 10 Kapitel 5 – Kistentreiberei auf Erde: Gewächshaus, Kisten und Pflanzerde Gewächshaus ...................................................................... 10 Raumausnutzung ................................................................. 10 Heizung ................................................................................ 11 Schattieren .......................................................................... 11 Bewässerung ....................................................................... 11 Kisten für Treiberei .............................................................. 12 Reinigung der Kisten ........................................................... 12 Die Pflanzerde ..................................................................... 12 Kapitel 6 – Kistentreiberei auf Erde: Pflanzmethoden Pflanzperiode ...................................................................... 13 Pflanzen ............................................................................... 14 Pflanzdichte ......................................................................... 14 Bewässerung ....................................................................... 14 Kapitel 7 – Kistentreiberei auf Erde: Methoden im Bewurzlungsraum und im Einschlag Temperatur im Bewurzlungsraum ....................................... 15 Bewurzlungsraum: Feuchtigkeit, Boden und Raum ........... 15 Lüftung und Zirkulation ....................................................... 16 Pflanzenschutz im Bewurzlungsraum ................................. 16 Einschlag ............................................................................. 16 Kapitel 8 – Kistentreiberei auf Erde: Klima im Gewächshaus und Schutzmaßnahmen Temperatur .......................................................................... 17 Luftfeuchtigkeit ................................................................... 17 Licht ..................................................................................... 17 Vortreiben ............................................................................ 17 Abdeckung der Pflanzen ..................................................... 17 Gewächshausperiode .......................................................... 18 Vorbeugung von Krankheiten ............................................. 18 Kapitel 9 – Kistentreiberei auf Wasser (Hydrotreiberei): Einleitung und Systeme Einleitung ............................................................................. 18 Vor- und Nachteile der Hydrotreiberei ................................ 18 Systeme ............................................................................... 19 Einfache Flutsysteme und Ebbe- und Flutsysteme ............. 19 Kapitel 10 – Hydrotreiberei: Produktionsmethoden und Vorbeugung von Krankheiten Wurzelbildung ..................................................................... 20 Kühltemperatur ................................................................... 21 Klima im Gewächshaus ....................................................... 21 Kippen von Blättern ............................................................. 21 Krankheiten bei Hydrotreiberei ........................................... 21 Reinigung der Treibbehälter................................................ 22 Weitere Informationen über Hydrotreiberei ............................ 22 Kapitel 11 – Kultur von 5°C-Tulpen im Gewächshausboden: Anforderungen an Kühlung und Boden Kühlung ............................................................................... 23 Bestimmen des Blütezeitpunkts ......................................... 23 Gewächshausausstattung ................................................... 23 Anforderungen an den Boden ............................................. 23 Kapitel 12 – Produktionsspezifikationen für 5°C-Tulpen Zwiebelgrößen ..................................................................... 24 Entblättern der Zwiebeln ..................................................... 24 Pflanzanweisungen ............................................................. 24 Gewächshaus- und Bodentemperatur ................................ 24 Luftfeuchtigkeit ................................................................... 25 Bewässerung ....................................................................... 25 Gewächshausperiode .......................................................... 26 Kontrollen im Gewächshaus ............................................... 26 Kapitel 13 – Treiberei von 9°C- (vorgekühlten) und ungekühlten Tulpen im Gewächshausboden Kühlung ............................................................................... 26 Produktionsmethoden ......................................................... 26 Kapitel 14 – Treiberei in Töpfen: Einleitung und Produktionsmethoden Einleitung ............................................................................. 27 Verwendung der genetisch kurzen “normalen” Tulpensorten 28 Verwendung botanischer Tulpen......................................... 28 Verwendung von Wachstumsregulatoren ........................... 28 Topfgrößen, Boden und Pflanzen ........................................ 28 Bewurzlungsraum................................................................ 28 Weitere Produktionsmethoden ........................................... 28 Kapitel 15 – Produktion von Schnitttulpen: Ernte und Vorbereitung für den Verkauf Ernte .................................................................................... 29 Bündelung ........................................................................... 29 Wässern und Kühlen der Blumen ....................................... 29 Kapitel 16 – Pflanzenschutz: Boden- und Zwiebelbehandlung Allgemeine Informationen ................................................... 30 Allgemeine Bodenbehandlung: Dampfsterilisation ........... 30 Zusätzliche Bodenbehandlung ........................................... 30 Zwiebelbehandlung ............................................................. 31 Kapitel 17 – Krankheiten und Abweichungen: Ursache und Schutz Von Pilzen verursachte Krankheiten Botrytis cinerea ................................................................... 31 Botrytis tulipae .................................................................... 32 Fusarium .............................................................................. 33 Penicillium ........................................................................... 34 Pythium – Wurzelbrand ....................................................... 34 Pythium – Nassfäule............................................................ 35 Rhizoctonia solani ............................................................... 35 Rhizoctonia tuliparum ......................................................... 36 Wurzelfusarium ................................................................... 37 Trichoderma ......................................................................... 38 Von Viren verursachte Krankheiten Augustakrankheit ................................................................ 38 Nervenkrankheit .................................................................. 39 Durch Schädlinge verursachte Schäden Blattläuse ............................................................................ 40 Zwiebelmilben ..................................................................... 40 Tulpengallmilbe ................................................................... 41 Physiologische Abweichungen Blütenvertrocknung ............................................................. 41 Gelbblättrigkeit (Chlorose) ................................................. 42 Ethylenschäden ................................................................... 42 Harzbildung ......................................................................... 43 Kernfäule ............................................................................. 43 Kippen von Blättern ............................................................. 44 Umkippen ............................................................................ 44 Schlechte Wurzelbildung und harte Basis .......................... 45 Salzschäden ........................................................................ 45 Schwitzer und Hohlstiele .................................................... 45 Kapitel 18 – Glossar ................................................................ 46 4
5 Kapitel 1 – Einleitung Tulpen In ihrer über 400-jährigen Geschichte wurde die Tulpe zu einer der wichtigsten Zierpflanzen. Die intensiven Kreuzungen, die vornehmlich durch Gärtner in den Niederlanden betrieben wurden, führten über Jahrhunderte hinweg zu den widerstandsfähigen und wunderschönen Tulpensorten, die wir heute kennen. Diese Sorten sind aufgrund ihrer Farben- und Formenvielfalt beliebte Frühlingsblumen für Gärten und Parkanlagen. Der Großteil der Blumenzwiebeln wird jedoch für die Produktion von Schnittblumen und, wenngleich in geringerem Umfang, für Topfpflanzen verwendet. Wegen des vorteilhaften Wetters und der langjährigen Erfahrung findet die Zwiebelproduktion noch immer in den Niederlanden statt. Forschung und die Weitergabe von Informationen unterliegen hohen Standards. Hersteller und Händler nutzen die neuesten Produktionstechnologien, um hervorragende Produkte in die ganze Welt liefern zu können. Botanische Klassifizierung Tulpen gehören zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Dieser Familie gehören zahlreiche Zwiebelgewächse an, so z. B. Lilium, Hyacinthus, Muscari, Ornithogalum, Fritillaria, usw. Charakteristisch ist die Ausbildung einer Blüte mit 6 Blütenblättern und 6 Staubbeuteln. Außerdem bilden sich die Samenstände später oberhalb des Blütenbodens. Auch die Tulpe gehört zu den Zwiebelgewächsen. Die Zwiebel besteht aus Zwiebelschalen, die aus der Zwiebelscheibe wachsen. Diese Schalen umgeben den Vegetationspunkt in der Mitte der Zwiebel. Die Entwicklung des Vegetationspunkts beginnt im Sommer und dauert bis zur Blüte im Frühjahr (oder eher, wenn die Tulpen getrieben werden). Das Tulpensortiment kann alphabetisch geordnet werden, wird jedoch oft in Gruppen zusammengefasst. Folgenden Tulpenklassen werden für die Treiberei häufig verwendet: einfache frühe und gefüllte frühe Tulpen, Triumph-, Darwin-Hybrid- und Papagei-Tulpen, lilienblütige Tulpen sowie einfache späte und gefüllte späte Tulpen. Tulpentreiberei Theoretisch können Tulpen das ganze Jahr über zur Blüte gebracht werden. Am häufigsten sind jedoch Winter und zeitiges Frühjahr, d. h. bevor sie normalerweise im Freien blühen würden. Damit gute Tulpen getrieben werden können, ist es wichtig, dass der Kunde den Lieferanten im Voraus darüber informiert, welche Tulpen er wann treiben möchte, denn die Behandlung der Zwiebeln beginnt lange vor der Lieferung (sogar direkt nach dem Roden der Zwiebeln) und muss mit der gewünschten Blütezeit abgestimmt werden. Außerdem werden für das Treiben unterschiedliche Methoden verwendet (siehe Kapitel 2). Das Tulpensortiment umfasst tausende Sorten. Einige Hundert werden für die Treiberei verwendet (wobei einige Sorten häufiger verwendet werden als andere). Lieferanten wissen, welche Sorten für das Treiben in bestimmten Zeiträumen und für welche Treibmethoden am besten geeignet sind. Auch halten Lieferanten Anschauungsmaterial über die einzelnen Sorten bereit und können über ihre Eigenschaften informieren. Der Lieferant muss wiederum über die Klimabedingungen, unter denen die Tulpen getrieben werden, und die Anlagen des Kunden informiert werden. Stellen Sie sicher, dass Sie zum Zeitpunkt der Zwiebellieferung über ausreichend Zeit und Ressourcen für den sachgerechten Umgang mit den Zwiebeln verfügen. Vorbereitung der Zwiebeln nach der Lieferung Denken Sie daran, dass Zwiebeln physiologisch nie schlafen. Sie sind lebende Pflanzen; in der Zwiebel wird das Wachstum fortgesetzt, wodurch Feuchtigkeit produziert wird und ein ständiger Bedarf an Sauerstoff herrscht. Daher ist es besonders wichtig, dass die Zwiebeln nach der Lieferung sofort ausgepackt werden. Normalerweise werden sie geliefert und müssen direkt gepflanzt werden. Falls eine Lagerung der Zwiebeln erforderlich ist, sollte diese unter trockenen, gut gelüfteten Bedingungen stattfinden. Die Lagerungstemperatur ist abhängig von der Entwicklungsstufe der Zwiebeln und davon, wann sie getrieben werden sollen. Je weiter entwickelt die Zwiebeln sind, umso niedriger sollte die Lagerungstemperatur sein. Gekühlte Tulpen werden immer gekühlt gelagert. Wenn die Zwiebeln keine weitere Kühlbehandlung erfahren sollen, sind 20°C eine gute Lagerungstemperatur bis etwa zum 15. Oktober. Dann kann die Temperatur auf 17°C reduziert werden. Tulpenzwiebeln reagieren sehr empfindlich auf bestimmte Gase wie z. B. Ethylen. Daher sollten sie nie in der Nähe von Abgasen oder Früchten gelagert werden. Gewährleisten Sie ausreichend Luftzufuhr. Im Grunde ist es wichtig, die Anweisungen des Lieferanten exakt zu befolgen. Wenden Sie sich bei eventuell auftretenden Fragen an Ihren Lieferanten. Vergewissern Sie sich stets, ob Sie die notwendigen Vorbereitungen für die Produktion getroffen haben, damit Sie bereit sind, wenn die Zwiebeln geliefert werden. Zwiebelgrößen Während der Zwiebelproduktion werden die Hauptzwiebeln groß genug, um eine blühende Pflanze zu entwickeln. Händler verwenden für die Größenangabe von Blumenzwiebeln den Umfang in Zentimetern. Die größten Tulpenzwiebeln haben eine Größe von 12/+. Zwiebeln dieser Größe haben am meisten Nährstoffe eingelagert und bilden somit die größten Blüten. Daher eignen sie sich am besten für den frühesten Blütezeitpunkt. Auch die Größen 11/12 und 10/11 werden häufig verwendet, obwohl das Gewicht der Blüten dieser Zwiebeln deutlich geringer ausfällt. Überprüfung der Zwiebelgröße
6 Kapitel 2 – Verschiedene Methoden der Tulpenproduktion Tulpen müssen einer Kältebehandlung unterzogen werden Nach dem Roden benötigen die Zwiebeln ausreichend Wärme, damit sich die Blüte in der Zwiebel gut entwickeln kann. Anschließend müssen die Zwiebeln einer Kältebehandlung unterzogen werden, damit sie eine ausreichende Stiellänge entwickeln und blühen können. Bei der Freilandkultur in Regionen mit ausreichend tiefen Temperaturen im Winter erhalten die Tulpenzwiebeln von Natur aus die nötige Kühlung. Tulpen, die bereits vor den Wintermonaten Kälte ausgesetzt sind, können vor ihrem natürlichen Zeitpunkt zur Blüte gebracht werden. Diese Methode, Tulpen schneller als in der Freilandkultur zur Blüte zu bringen, nennt man Treiben. Je nach Klima des Ortes, an dem die Tulpenzwiebeln produziert wurden, ist schon eine Blüte ab Dezember möglich. Das Klima, in dem die Zwiebeln produziert werden, beeinflusst die Entwicklung des neuen Tulpentriebs bis zum Zeitpunkt des Rodens und sogar darüber hinaus. Die Blüte der Tulpen kann nicht nur vorgezogen, sondern auch verzögert werden. Seit einigen Jahren werden sogar von September bis November Schnitttulpen auf den Markt gebracht. Diese so genannten “Eistulpen” entstehen aus Zwiebeln, die über einen langen Zeitraum bei tiefen Temperaturen gelagert wurden. Heutzutage werden Tulpenzwiebeln auch in Ländern der Südhalbkugel produziert. Da die Entwicklung dieser Zwiebeln um sechs Monate verschoben ist, können sie auch im Herbst zum Blühen gebracht werden. Um den Beginn der Kühlung vorziehen zu können, müssen die Zwiebeln zuvor verschiedenen Temperaturbehandlungen ausgesetzt werden. Entscheidend dabei ist, dass man die Zwiebeln erst dann kühlen darf, wenn die Blüte im Zwiebelinneren vollständig angelegt ist. Als kühl empfinden Tulpen Temperaturen von 9°C und darunter. Höhere Temperaturen wirken sich folgendermaßen aus: - kürzere Blütenstiele - längere Gewächshausperiode - schnellere Ausbildung von Trieben und Wurzeln Es gibt unterschiedliche Methoden für die Produktion von Tulpen. Sie können in Kisten auf Erde oder Wasser, im Gewächshausboden oder in Töpfen getrieben werden. Eine Verzögerung ist in Kisten bei Verwendung von Eistulpen oder Tulpen von der Südhalbkugel möglich. Und nicht zuletzt gibt es natürlich die Freilandproduktion. Bei jeder dieser Methoden unterscheidet man eine oder mehrere Kühlbehandlungen. In Abbildung 1 sind diese Methoden und die Treiberei im Freien schematisch dargestellt. Treiberei von 9°C- (vorgekühlten) und ungekühlten Tulpen in Kisten auf Erde Die Zwiebeln werden in Kisten auf Erde gepflanzt und anschließend in einem Bewurzlungsraum gelagert oder im Einschlag eingesetzt. Durch diese Methoden, bei denen die Zwiebeln die gesamte Kältebehandlung im Bewurzlungsraum oder im Freien unter natürlichen Bedingungen erfahren, werden “ungekühlte Tulpen” erzeugt. Bei den so genannten 9°C-Tulpen wird den getrockneten Zwiebeln ein Teil der erforderlichen Kühlung zugeführt, bevor sie in Kisten gepflanzt werden. Anschließend erhalten sie die restliche Kühlung. Treiberei von vorgekühlten Tulpen in hydroponischen Kisten Diese relativ neue Methode wird inzwischen immer häufiger verwendet. Für die Hydrotreiberei werden die Zwiebeln immer im trockenen Zustand vorgekühlt und entwickeln erst in den letzten Wochen der Kältebehandlung Wurzeln, wenn sie in hydroponische Kisten gepflanzt werden. Sie werden danach im Gewächshaus getrieben. Treiberei von 5°C-Tulpen im Gewächshausboden Bei dieser Methode werden getrocknete Zwiebeln während der gesamten Kühlbehandlung bei 5°C oder 2°C in einem Kühlraum gelagert. Sofort nach Abschluss dieser Kühlbehandlung werden die Zwiebeln in den Gewächshausboden gepflanzt, wo die Blumenkultur beginnen kann. Treiberei von 9°C- (vorgekühlten) und ungekühlten Tulpen im Gewächshausboden Ungekühlte Tulpen erhalten die Kühlung größtenteils oder vollständig auf natürliche Weise im Gewächshausboden. Werden die so genannten 9°C-Tulpen getrieben, erhalten diese ihre Kühlung teilweise bei 9°C im Kühlraum. Treiberei von Tulpen in Töpfen Tulpen können für die Produktion von Schnittblumen oder als blühende Topfpflanzen getrieben werden. Die für letztere verwendete Methode entspricht im Wesentlichen der Treiberei von Tulpen in Kisten auf Erde. Für die Topfproduktion erhalten die Pflanzen jedoch nach dem Einsetzen eine kürzere Kühlung, damit die Tulpen nicht so hoch werden. Verzögerte Blüte bei Kistenkultur Darüber hinaus kann die Blüte durch zwei Methoden verzögert werden. Bei der ersten werden Eistulpen verwendet. (Bei der zweiten werden Tulpen von der Südhalbkugel eingesetzt.) Im ersten Fall werden die Tulpen im Oktober/November in Kisten gepflanzt, wo sie 2 bis 4 Wochen bei 9°C Wurzeln treiben können. Nach der Bewurzlungsphase werden die Kisten mit den eingepflanzten Zwiebeln bei Temperaturen von -1,5 bis -2°C eingefroren und gelagert. Um das Austrocknen der Kisten während der Lagerung zu vermeiden, werden sie in der Regel mit Plastikfolie eingewickelt. Im September werden diese Kisten in das Gewächshaus oder an einen kühlen Ort im Freien gestellt, wo die Zwiebeln Blüten treiben. Diese Methode wird zum Treiben einiger weniger Tulpensorten im Herbst verwendet. Leider wirkt sich das leicht negativ sowohl auf die Qualität der Blüte als auch auf die Blütedauer aus. Auch Blumenzwiebeln, die auf der Südhalbkugel produziert wurden, können verzögert werden. Da sie in ihrer Entwicklung um ein halbes Jahr verzögert (oder
7 voraus) sind, können durch das Treiben im Herbst Tulpen guter Qualität erzeugt werden. Da die Verzögerung der Blüte bei Tulpenzwiebeln weitaus seltener zum Einsatz kommt, werden diese Methoden hier nicht detaillierter beschrieben. Informationen darüber erhalten Sie von Ihrem Lieferanten. Freilandproduktion von Tulpen Tulpen können für die Produktion von Schnittblumen auch im Freien gepflanzt werden. Damit dies erfolgreich ist, muss der Winter ausreichend kalt sein, so dass der “Schlaf” der Zwiebeln beendet und richtiges Wachstum eingeleitet werden kann. Die Blüte tritt vorwiegend in den Monaten April und Mai auf. Dieser Zeitpunkt kann etwas vorgezogen werden, indem der Boden nach dem Winter mit Tuch oder Folie abgedeckt wird. Diese Produktionsmethode soll hier nicht weiter erläutert werden. Kapitel 3 – Temperaturbehandlung und Pflanzenwachstum Temperaturbehandlung wird normalerweise in den Niederlanden durchgeführt Tulpen können jederzeit an Treibereibetriebe geliefert werden. Die Lieferung erfolgt in der Regel jedoch zur Pflanzzeit der Zwiebeln oder kurz davor. (Ein früherer Zeitpunkt ist jedoch auch möglich.) Die trockene und warme Lagerung vor der Kühlung ist ein sehr spezialisierter Vorgang. Besonders wichtig ist dabei der Einsatz von Ventilation und Zirkulation, um Gallmilben zu vermeiden. Ebenso wichtig ist die richtige Temperatur. Daher müssen die Speicherräume sowohl mit Heiz- als auch mit Kühlsystemen ausgestattet sein. Während der warmen Periode werden bis zum 15. Oktober 20°C verwendet und anschließend 17°C. Die so genannte Zwischentemperatur wird auch während dieser warmen Periode bereitgestellt. Wenn die Triebe der Zwiebeln wachsen, muss die Temperatur verringert werden. Falls die Tulpen zu lange Wärme ausgesetzt sind, vertrocknen die Blütenknospen in der Zwiebel. Das heißt, bei Zwiebelpartien, die die standardmäßige Temperaturbehandlung erhalten, sollte die Temperatur von 17°C nicht länger als bis zum 15. November angewendet werden. Dann muss die Kühlung beginnen. Dabei gibt es normalerweise zwei Möglichkeiten: Entweder werden die Zwiebeln unter kalten Bedingungen gepflanzt oder im trockenen Zustand bei einer Temperatur von 1 bis 2°C aufbewahrt. Für bestimmte Sorten können bei anderen Temperaturen bessere Ergebnisse erzielt werden. Ihr Zwiebellieferant wird Sie gern darüber informieren. Betrachten Sie die Informationen in diesem Kapitel daher lediglich als Hintergrundinformationen. Stadium G Der neue Trieb in der Zwiebel entwickelt sich recht schnell. Das Blatt und später die Blüte werden kurz vor und nach dem Ernten der Zwiebeln angelegt. Der Zeitpunkt, an dem die Blütenbildung in der Zwiebel abgeschlossen und die Blüte vollständig angelegt ist, wird “Stadium G” genannt (“G” ist dabei die Abkürzung des griechischen Wortes Gynoeceum, was Stempel bedeutet). Da sich die Phase der Blattbildung größtenteils im Boden vollzieht, beeinflusst das Klima in der Wachstumssaison Lagerung unter temperaturgesteuerten Bedingungen
8 die Entwicklungsgeschwindigkeit dieser und indirekt der darauf folgenden Phase und damit auch den Zeitpunkt, an dem Stadium G erreicht wird. Bei der frühen Treiberei ist es besonders wichtig, zum richtigen Zeitpunkt mit der Behandlung bei 5°C oder 9°C zu beginnen. Dieser ist erreicht, wenn die Zwiebeln für die erforderliche Zeit der Zwischentemperatur ausgesetzt waren. Wenn zu früh mit der Kühlung begonnen wird, kann das zu Schäden führen. Beginnt man zu spät, geht wertvolle Zeit verloren. Wird das Stadium G später in der Saison erreicht, können die vorgekühlten 9°C-Tulpenzwiebeln für die Kistentreiberei und die frühen 5°C-Tulpenzwiebeln für Freilandanbau erst später ausgeliefert werden und blühen später. Zwischentemperatur Die Zwischentemperatur ist die Temperatur, bei der die getrockneten oder eingepflanzten Tulpenzwiebeln vom Zeitpunkt der vollständigen Entwicklung der Blüte in der Zwiebel (d.h. wenn Stadium G erreicht wurde) bis zum Beginn der Kühlung aufbewahrt werden. Die optimale Zwischentemperatur beträgt 20°C. Diese Vorgehensweise ist günstig für die Wurzelbildung und trägt bei den meisten Sorten dazu bei, Blütenvertrocknung zu vermeiden. Am 15. Oktober wird die Zwischentemperatur auf 17°C gesenkt. Die Mindestdauer der Zwischentemperaturbehandlung hängt von der Produktionsmethode und Sorteneigenschaft ab. Es ist ratsam, die empfohlene Wochenzahl einzuhalten. Die besagte Mindestanzahl der Zwischentemperaturwochen gilt für Zwiebelgröße 12/+. Wenn aber in der Treiberei die Zwiebelgrößen 11/12 und 10/11 verwendet wurden, muss die Zwischentemperatur um 1 - 1,5 bzw. 2 - 3 Wochen verlängert werden. Die Zwischentemperatur ist für Tulpenproduzenten übrigens nicht ganz so wichtig, weil der Lieferant der Zwiebeln dafür sorgt, dass die Zwiebeln sie schon während der Lagerung in den Niederlanden erhalten. Stadiumbestimmung Sobald das Stadium G erreicht wurde, kann mit der Kühlung begonnen werden. Damit ist die Kühlung bei Zwischentemperatur beendet. Leider kann man diesen Zeitpunkt nicht vom Kalender ablesen, da sich die Stadien nicht in jedem Jahr und bei jeder Zwiebelpartie gleich entwickeln. Vielmehr spielen dabei eine Reihe von Faktoren eine Rolle, wie das Klima der vorangegangenen Wachstumssaison, der Zeitpunkt des Rodens, die Temperaturbehandlung nach dem Roden, die Sorteneigenschaft und die Zwiebelgröße. Wann genau die Blüte vollständig angelegt ist, kann man mit Hilfe der Stadiumbestimmung feststellen. Dabei wird die Zwiebel vorsichtig aufgeschnitten. Dann wird der Vegetationspunkt, ohne ihn zu beschädigen, freigelegt und anschließend mit einem binokularen Mikroskop (25- bis 30-fache Vergrößerung) oder, falls die Blüte schon ganz angelegt ist, einer Handlupe (10-fache Vergrößerung) untersucht. Für die Bezeichnung der verschiedenen Stadien werden folgende international gebräuchliche botanische Begriffe für die Organe der Blüte verwendet: P= Perianth (Blütenhülle) A= Anthere (Staubbeutel) G= Gynoeceum (Stempel) Die Zahlen und Buchstaben nach “Stadium” bezeichnen die unterschiedlichen Stadien. Plus- und Minus-Zeichen hinter dem Stadium bezeichnen die Übergangsformen zwischen den Stadien. Eigenschaften der Stadien Phasen der Blattbildung: Stadium I - flacher Vegetationspunkt, Blattbildung Stadium II - runder Vegetationspunkt, Blattbildung abgeschlossen Phasen der Blütenbildung: Stadium P1 - die äußeren 3 Blütenhüllenblätter sind gebildet Stadium P2 - die inneren 3 Blütenhüllenblätter sind gebildet Stadium A1 - die äußeren 3 Staubbeutel sind gebildet Stadium A2 - die inneren 3 Staubbeutel sind gebildet Stadium A1+ - der Stempel ist sichtbar, aber noch immer flach Stadium G - dreieckiger geschwollener Fruchtknoten mit Staubblatt ist gebildet Stadium G+ - alle Pflanzenteile einschließlich Staubblatt sind deutlich sichtbar Stadiumbestimmung Stadium G
9 Kapitel 4 – Kistentreiberei auf Erde: Vorteile, Kühlung und zeitlicher Ablauf Vorteile der Kistentreiberei Die Kistentreiberei ist die am weitesten verbreitete Treibmethode für Tulpen. Das hat folgende Gründe: - Kistentreiberei erlaubt eine bessere Planung, weil man weniger von der Außentemperatur abhängig ist. - Kistentreiberei ermöglicht eine bessere Planung der Arbeit. - Es treten weniger Krankheiten auf, u. a. weil die Temperatur in der Bewurzlungsphase niedriger ist. Das ist für die Zukunft, wenn der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt oder z. T. ganz verboten wird, ein wichtiger Faktor. - Die Energiekosten bei der Kistentreiberei sind infolge der kürzeren Gewächshausperiode geringer. - Mit Kistentreiberei lassen sich in einer Treibsaison mehr Tulpen pro Quadratmeter Gewächshausfläche produzieren. Kühlung Die Kühlphase ist wie gesagt notwendig, damit die Tulpen mit ausreichend langen Blütenstielen blühen. Neben dem günstigen Effekt auf das Längenwachstum bewirkt die Kühlung zudem ein zügigeres Wachstum, wenn die Blumen zur Blüte gebracht werden. Bei der Kistentreiberei erhalten die Zwiebeln einen Teil der Kühlung als trockene Zwiebeln im Kühlraum [9°C (vorgekühlte) Tulpen]. Nach dem Pflanzen erhalten die Zwiebeln den Rest der Kühlung im Bewurzlungsraum oder im Einschlag. (Alternativ können die Zwiebeln die gesamte Kühlung eingepflanzt erhalten. Dann spricht man von so genannten “ungekühlten Tulpen”.) Die Kühldauer hängt von Sorteneigenschaft, Zwiebelgröße und geplantem Einbringezeitpunkt ab. Für viele Sorten dauert die in diesem Treibsystem verwendete Kühlung 15 bis 16 Wochen. Einige Sorten müssen jedoch länger gekühlt werden. Ihr Lieferant kann Sie über die jeweiligen Erfordernisse einer bestimmten Sorte beraten. Die Wochenangabe für die Kühlung gilt für Zwiebelgröße 12/+. Werden von Sorten, die auch für frühe, mittelfrühe oder späte Blüte geeignet sind, die Größen 11/12 oder 10/11 verwendet, kann man die Kühldauer bei Bedarf um bis zu 2 Wochen verkürzen. In diesem Fall entwickeln sich aus den kleineren Zwiebeln etwas kleinere Pflanzen. Wenn die Zwiebeln die erforderliche Kühlung erhalten haben, können die Kisten ins Gewächshaus gestellt werden. Die Verlängerung der Kühlphase hat Vor- und Nachteile. Eine Verlängerung um eine Woche ergibt eine Verkürzung der Gewächshausperiode um einige Tage. Durch die Verlängerung der Kühldauer kann möglicherweise etwas Energie gespart werden, das Ergebnis sind jedoch zu große und schwache Tulpen. Daher sollte vor allem bei Sorten, die dazu neigen, auf die Einhaltung der Kühlzeit geachtet werden. Beim Treiben kurzer, kräftiger Sorten kann die Kühlung jedoch problemlos um einige Wochen verlängert werden. Aus diesem Grund eignen sich einige Sorten besser für frühes und andere eher für spätes Treiben. Kühltemperatur Die Temperatur während der Kühlphase hängt vom Zeitpunkt der Kühlbehandlung ab. Sie ist unabhängig davon, ob die Zwiebeln während der Kühlung trocken oder gepflanzt sind. Nach dem Pflanzen benötigen die Zwiebeln eine niedrige Temperatur, um Krankheiten zu vermeiden. Der folgende Plan soll als Richtlinie dienen. Tabelle 1. Treiberei von 9°C- (vorgekühlten) und ungekühlten Tulpen in Kisten auf Erde Anstatt die trockenen Zwiebeln sofort zu pflanzen, können sie zunächst gekühlt werden. Dafür gibt es folgende Gründe: - der Kostenaspekt: Trockenkühlung von Zwiebeln nimmt weniger Platz in Anspruch und ist daher billiger. - der Zeitpunkt, an dem man mit der Kühlung beginnen will oder kann (und damit indirekt der gewünschte Einbringezeitpunkt der Kisten ins Gewächshaus). Liegt dieser Zeitpunkt vor Mitte September, sollte man den trockenen Zwiebeln die Kühlung vorab zuführen. Das liegt daran, dass Zwiebeln vor Mitte September kaum Wurzeln bilden, wenn überhaupt. Die Dauer der Kühlung bei trockenen Zwiebeln kann zwischen 2 und 8 Wochen betragen. Eine Kühldauer von weniger als 2 Wochen ist nicht zu empfehlen; stattdessen sollte man früher pflanzen. Dauert die Kühlung länger als 8 Wochen, können Probleme durch zu frühe, starke Entwicklung von Wurzeln und Trieben auftreten. Darüber hinaus verkürzt eine längere Kühlung im trockenen Kühltemperatur 9°C 7°C 5°C 5 - 2°C 2 - 0°C (nach dem Pflanzen nicht kälter als -1,5 bis -2°C) Zeitraum bis zum 20. Oktober 20. Oktober - 10. November ab 10. November ab 1. Dezember abhängig von der Trieblänge Kistentreiberei
10 Zustand die Zeit für die Wurzelbildung nach dem Pflanzen. Deshalb werden Tulpen normalerweise nicht nach dem 15. Dezember gepflanzt. Nachdem die Tulpenzwiebeln in Kisten gepflanzt wurden (unabhängig davon, ob sie als trockene Zwiebeln gekühlt wurden), müssen sie die notwendige Kühlung im Bewurzlungsraum oder im Freien erhalten. Ab dem 1. Dezember muss die Temperatur im Bewurzlungsraum, abhängig vom Wachstum der Triebe, rechtzeitig gesenkt werden. Der Abstand zwischen der Spitze des Triebs und der Unterseite der darüber stehenden Kisten muss dabei mindestens 1 cm betragen. Bestimmung des Blütezeitpunkts Ihr Lieferant kann Ihnen mitteilen, wann die ersten Tulpen eingebracht werden können. Der früheste Einbringezeitpunkt kann folgendermaßen berechnet werden: Zum Zeitpunkt des Erreichens des Stadiums G wird die Anzahl der Wochen addiert, in denen die Zwischentemperatur angewendet wurde, sowie die Anzahl der Wochen, in denen Kühlung erforderlich ist. Eine Sorte, die für 2 Wochen der Zwischentemperatur ausgesetzt war und weitere 15 Wochen Kühlung benötigt, kann also 17 Wochen nach Erreichen des Stadiums G eingebracht werden. Wenn ein bestimmter Erntezeitpunkt eingehalten werden muss, können von diesem die im Gewächshaus verbrachte Zeit und die Kühlzeit subtrahiert werden. Das ergibt das Datum, an dem die Kühlung beginnen muss. Sollen die Tulpen um den 6. März blühen, werden von diesem Datum 21 Tage im Gewächshaus subtrahiert. Das ergibt als Einbringedatum den 14. Februar. Davon werden 16 Kühlwochen subtrahiert. Die Kühlung muss demzufolge am 25. Oktober beginnen. Mithilfe dieser Methode kann berechnet werden, wann das Gewächshaus mit einer bestimmten Partie gefüllt ist und wann es für die nächste Partie zur Verfügung steht. Gepflanzt wird von Mitte September bis Mitte Dezember. Die meisten Tulpen werden in der Reihenfolge gepflanzt, in der sie eingebracht werden. Die häufigste Pflanzzeit ist Oktober und November. Wenn Sorten mit ausgeprägtem Wurzelwachstum (z. B. Monte Carlo) viel zu früh gepflanzt werden, wird die Zwiebel möglicherweise aus der Kiste herausgedrückt. Kapitel 5 – Kistentreiberei auf Erde: Gewächshaus, Kisten und Pflanzerde Gewächshaus Die Kistentreiberei von Tulpen stellt keine besonderen Anforderungen an das Gewächshaus. Gewächshäuser aus Glas oder Plastik sind gut für diesen Zweck geeignet. Tulpen haben keine besonderen Anforderungen an die Lichtverhältnisse, da sie sich auch unter ungünstigem Licht gut entwickeln können. Die Gewächshaushöhe sollte jedoch ± 3 Meter betragen, weil sich das Klima dann besser regulieren lässt und Schattierungsgewebe angebracht werden können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Belüftung. Dafür stehen viele geeignete Systeme zur Verfügung. Raumausnutzung In der Regel werden die Kisten im Gewächshaus auf Tabletts (Tische) gestellt, die aus den verschiedensten Materialien gefertigt sein können. Es sollten folgende Größen verwendet werden, die der durchschnittlichen Größe der Arbeiter in den Gärtnereien angepasst sind: Breite Seitentische 60 cm Breite sonstige Tische 120 cm Tischhöhe 65 cm Wegbreite 45 - 50 cm evtl. Breite des Hauptwegs 200 cm In einem Gewächshaus mit Standardgröße bieten diese Abmessungen eine Ausnutzung von ca. 70%. Mit einem mobilen Aufbau kann eine Ausnutzung von 85% erreicht werden. Statt auf Tabletts kann man die Kisten auch direkt auf den Boden stellen. Nach der Ernte werden sie dann nicht entfernt, sondern man stellt die nächsten Kisten einfach obendrauf. So entsteht eine Art Tablett. Die folgende Faustregel kann zur Berechnung der Anzahl von Kisten pro nutzbarer Gewächshausfläche von 500 m2 (für 75% Ausnutzung) verwendet werden: Kisten (60 x 40 cm, sodass 4 Kisten eine Fläche von 1 m2 bedecken) multipliziert mit dem 3-fachen der nutzbaren Gewächshausfläche = 1500 Kisten. Große Tulpentreibereien verwenden in zunehmendem Kisten direkt auf dem Boden
11 Maße mobile Tabletts. Diese sind in der Regel 120 cm breit, damit zwei Kisten der Länge nach nebeneinander (2 x 60 cm) darauf Platz haben. Die handelsüblichen Tabletts haben eine durch 40 cm teilbare Länge und sind normalerweise nicht länger als 560 cm. Sie können in der gesamten Anlage aufgestellt und an einem bestimmten Ort mit Kisten gefüllt und auch wieder geleert werden. Sie werden oft entlang einer bestimmten Bahn platziert, von der aus die Tulpen von beiden Seiten geerntet werden können. Außerdem gibt es Tabletts mit einer Breite von 80 cm, auf denen zwei Kisten nebeneinander in der entgegengesetzten Richtung platziert werden können (2 x 40 cm). Diese Tabletts können nur so angeordnet werden, dass die Ernte nur von einer Seite möglich ist. Heizung Ein Heizsystem ist zur Aufrechterhaltung konstanter Temperaturen im Gewächshaus unerlässlich. Die Kapazität ist abhängig von den normalen Außentemperaturen und der gewünschten bzw. erforderlichen Gewächshaustemperatur. In der Tulpentreiberei werden Rohrheizungen bevorzugt, weil sie eine bessere Verteilung der Wärme ermöglichen. Obwohl sich auch Gebläseheizungen eignen, sind sie nicht ideal, weil sie die Luft im Gewächshaus nur unzureichend verteilen. Die dadurch verursachten Temperaturschwankungen führen zu ungleichmäßigen Pflanzen und größeren Ausfällen. Größere Temperaturunterschiede lassen sich übrigens durch horizontale Gebläse ausgleichen. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Gebläseheizungen im Gewächshaus (darunter Heißluftgebläse und CO2Brenner) richtig eingestellt sind. Wenn man dies versäumt oder der Rauchgasabzug undicht ist, kann bei der Verbrennung Ethylen freigesetzt werden und ins Gewächshaus gelangen. Dieser Anteil von Ethylen führt zu unregelmäßigem Wachstum, spröden Pflanzen und Dürrewerden der Wachsschicht der Blätter. Schon in kleinsten Konzentrationen (0,1 ppm) kann dieses Gas schwere Schäden durch Blütenvertrocknung verursachen. Deshalb sollte die Funktionsfähigkeit der Heizung vor jeder Saison geprüft werden. Schattieren Durch Schattieren kann das Klima besser reguliert und Energie gespart werden. Obwohl Tulpen keine größeren Lichtansprüche stellen, ist Licht doch ein Qualitätsfaktor, der sich günstig auf Blattfarbe und Haltbarkeit auswirkt. Die Lichtempfindlichkeit einzelner Tulpensorten ist unterschiedlich. Sorten, die viele Blätter ausbilden oder zu einer blassen Blattfarbe neigen, sind normalerweise empfindlicher gegen Lichtmangel als andere. Das Schattieren ist daher von den angepflanzten Sorten und der zeitlichen Verteilung der Treiberei abhängig. Bevorzugt werden mobile Schattierungsanlagen, mit denen sich gegen Ende des Frühjahrs übermäßiger Lichteinfall vermeiden lässt. Schattierungsanlagen helfen auch, Energie zu sparen. Allerdings darf dies nicht auf Kosten der Qualität gehen. Deshalb werden mobile Systeme bevorzugt. Bei Verwendung fester Schattierung sollte darauf geachtet werden, dass das verwendete Material grob gewebt ist. Isoliert man nämlich mit dichteren oder völlig undurchlässigen Stoffen wie Plastikfolie, besteht die Gefahr, dass die relative Luftfeuchte im Gewächshaus zu hoch wird. Vom Isolieren mit Plastikfolie, ohne dass für ausreichende Lüftung gesorgt wird, ist daher dringend abzuraten. Das kann zu Blütenvertrocknung, BotrytisBefall sowie Kippen von Blatt, Stängel und Blüten führen. Dagegen helfen sorgfältige Kontrollen und rechtzeitiges Lüften oder, wenn nötig, das Entfernen von Folie oder Schattierungen im Frühjahr. Bewässerung Um dem Feuchtigkeitsbedarf der Tulpen gerecht zu werden, müssen sie während der gesamten Kultur regelmäßig Wasser bekommen. Das Bewässern per Hand oder mit einem Schlauch ist sehr arbeitsintensiv. Deshalb steigen Gärtnereien vermehrt auf den Einsatz voll- oder halbautomatischer Systeme um. Bei den modernen Bewässerungsanlagen unterscheidet man drei Systeme: Beregnungsleitungen, Tropfsysteme und bewegliche Beregnungsbalken. Da der Wasserbedarf nicht bei allen eingebrachten Zwiebelpartien gleich groß ist, sollte die Bewässerungsanlage über eine Möglichkeit zur Regulierung der verabreichten Wassermenge verfügen. Gewächshausberegnung Dieses System erfordert wenig Aufwand und eignet sich besonders gut für die Anfangsphase der Kultur. Je weiter sich die Blätter aber entwickeln, umso größer wird die Krankheitsgefahr bei Verwendung dieses Systems. Die vergrößerte Blattfläche Kisten auf mobilen Tabletts Kisten auf mobilen Tischen mit Tropfsystem
12 führt nach der Bewässerung zu einer anfänglich vermehrten Verdunstung (und somit zu einer Zunahme der Luftfeuchte im Gewächshaus). Darauf folgt jedoch geringere Transpiration durch die Pflanzen. Wenn sich die Sprinklerdüsen über den Pflanzen befinden, hinterlässt hartes Wasser weiße Flecken auf Blättern und Blüten. Die Nachteile des Systems lassen sich einschränken, wenn die Beregnungsleitungen zwischen den Pflanzen, evtl. mit zusätzlichen Kappen, verlegt werden. Die zugeführte Wassermenge kann relativ einfach mit Hilfe von Bechern gemessen werden, die an verschiedene Stellen im Gewächshaus gestellt werden. Tropfsystem Da das Wasser bei diesem System nur sehr langsam aus den Tropfstellen austritt, bleiben die Pflanzen trocken. Dadurch treten weniger Krankheiten auf, die Stiele bleiben sauber und der Energie- und Wasserverbrauch ist geringer. Die Wassermenge kann an den Bedarf jeder einzelnen Kiste angepasst werden. Nach der ersten Installation des Systems ist der Boden um die Knospen in den Kisten möglicherweise zu trocken und das Tropfsystem allein bietet keine ausreichende Bewässerung. In diesem Fall sollte direkt nach der Installation der Anlage per Hand oder über eine Beregnungsleitung bewässert werden. Das am häufigsten eingesetzte Tropfsystem verwendet Schläuche mit eingebauten Tropfstellen, die trotz hoher Strömungsgeschwindigkeit pro Stunde nur 1 bis 4 Liter Wasser abgeben. Die hohe Strömungsgeschwindigkeit des Wassers verhindert Verstopfungen des Systems. Im Schlauch befinden sich in regelmäßigem Abstand Tropfstellen. Die Anzahl der Tropfstellen pro Kiste hängt von der Bodenstruktur ab. Für normale Blumenerde nimmt man in der Regel vier Tropfstellen pro Kiste, die jeweils 1 Liter Wasser pro Stunde abgeben. Aufgrund der druckkompensierenden Eigenschaften des Tropfschlauchs ist die Wasserabgabe an der ersten und der letzten Tropfstelle exakt gleich. Diese Systeme sind meistens automatisiert. Je nach Größe der kultivierten Zwiebelpartien wird das Gewächshaus in verschiedene Bewässerungssegmente aufgeteilt. Ein Beregnungsautomat sorgt dafür, dass die Bewässerung vollautomatisch geregelt wird und die Tropfzeiten exakt eingestellt werden können. Beregnungsbalken Diese werden häufig in Kombination mit mobilen Tabletts verwendet. Wenn sich die Tabletts automatisch bewegen, sind die Beregnungsbalken oft feststehend, sodass sich die Tabletts unter ihnen bewegen. Eine andere Version sind bewegliche Beregnungsbalken, die sich von einer Seite zur anderen bewegen. Die Geschwindigkeit, mit der sich diese Balken über die Tabletts bewegen, kann nach Bedarf angepasst werden. Kisten für Treiberei In der Tulpentreiberei benötigt man die richtigen Treibkisten. In der Praxis sind das normalerweise Kisten für den Tulpenexport. Dabei handelt es sich um 60 x 40 cm große Kunststoffbehälter mit einer Fußhöhe von 18 cm. Die Innenhöhe muss mindestens 8,5 cm betragen, damit genug Substrat hineinpasst. Wichtig ist dabei, dass die Substratschicht unter den gepflanzten Zwiebeln mindestens 5 cm dick ist. Das ist nicht nur wichtig, weil diese Menge Substrat zur Unterstützung der Pflanzen benötigt wird, sondern weil sie auch als Wasser- und Sauerstoffpuffer fungiert. Somit wird verhindert, dass die Zwiebeln durch zu viel Wasser (und unzureichende Sauerstoffzufuhr) ersticken. Zu starkes Austrocknen des Bodens führt zu Verfärbung der Blütenblattspitzen, Eintrocknen der Blütenknospen und Gelbfärbung der Blätter. Ein wichtiger Faktor sind zudem die Schlitze im Kistenboden. Öffnungen am Boden der Kiste ergeben weniger Wurzeln und damit eine Reduzierung der Trichoderma-Gefahr. Bei zu wenigen Öffnungen besteht vor allem im Bewurzlungsraum die Gefahr, dass die Zwiebeln infolge zu hoher Feuchtigkeit ersticken. Zu große Öffnungen (breiter als 2 mm) führen zum Austrocknen und können zudem die Triebe beschädigen, die aus den darunter stehenden Kisten wachsen. Zu viele Öffnungen in den Seiten führen ebenfalls zum Austrocknen. Werden die Kisten im Bewurzlungsraum gestapelt, muss der Abstand zwischen zwei Ebenen mindestens 7 cm, vorzugsweise jedoch 10 - 11 cm betragen. Außerdem sollten die Kisten stabil, handlich und gut zu stapeln sein. Entsprechend einer langen Tradition werden gelegentlich noch immer Holzkisten verwendet. Bei der Wiederverwendung besteht jedoch ein größeres Risiko der Übertragung von Krankheiten. Reinigung der Kisten Rhizoctonia, Pythium und Olpidium (siehe Kapitel 17, Teilabschnitt über Augustakrankheit), die Erreger von Zwiebelgrundfäule, Wurzelfäule und Augustakrankheit, können in den Treibkisten überleben. Darum müssen vor Beginn der neuen Treibsaison bereits gebrauchte Treibkisten aus Holz desinfiziert und bereits gebrauchte Kunststoffkisten gereinigt werden. Um späteren Schäden an den Pflanzen vorzubeugen, sollte man die Kisten geraume Zeit vor Beginn der Treibsaison desinfizieren und einige Wochen lang gründlich ausdunsten lassen. Kunststoffkisten werden mit einem kräftigen Wasserstrahl sauber gespritzt – Ecken nicht vergessen! Die Risiken im Zusammenhang mit der Übertragung von Krankheitserregern sind bei der Hydrotreiberei viel größer als bei der Treiberei in Pflanzerde. Weitere Informationen über die Reinigung von Kisten finden Sie in Kapitel 10, Reinigung der Treibbehälter. Die Pflanzerde Für die Kistentreiberei wird am häufigsten eine Mischung aus Torf und Sand verwendet. Diese Materialien müssen folgende Standards erfüllen: Die Pflanzerde muss über die richtige Zusammensetzung verfügen. Ein gutes Gemisch ist 40 - 80% ein Jahr lang durchgefrorener Schwarzmoorboden (Düngetorf) + 60
13 - 20% Torfstreu. Bevorzugt wird ein Gemisch aus 60% Düngetorf und 40% Torfstreu. Um Umfallen der Pflanzen zu vermeiden und das Wasser-Luft-Verhältnis im Substrat zu verbessern, empfiehlt es sich, das Gemisch mit grobem Sand (20%) anzureichern. Die Struktur darf weder zu grob noch zu fein sein. Pflanzerde mit zu grober Struktur lässt sich schwer bearbeiten und das Wasser fließt zu schnell ab. Eine zu feine Struktur reduziert die Durchlässigkeit und den Luftgehalt der Erde. Es ist für ausreichende Durchlässigkeit zu sorgen. Beim Transport sackt diese zu feuchte Erde in sich zusammen und die Struktur verschlechtert sich noch mehr. Richtiger Wasser- und Lufthaushalt. Der Feuchtigkeitsanteil darf höchstens 80% betragen und der Luftanteil muss bei mindestens 10% liegen (bei einer Saugspannung von -10 cm). Nicht geeignet ist Pflanzerde, in der Torfsorten mit eintrocknenden Eigenschaften verarbeitet worden sind. Der Boden darf nach dem Austrocknen um höchstens 30% schrumpfen. Die Pflanzerde darf nicht zu sauer sein. Ein zu geringer pH-Wert führt zu Wurzelbrand. Ideal ist ein pH-Wert von 6 bis 7. Auch wenn eine Bodenanalyse mitgeliefert wurde, sollte man eine Bodenprobe machen lassen. Wenn der pH-Wert zu niedrig ist, muss die Erde zusätzlich behandelt werden; 1 kg kohlesäurehaltiger Kalk pro Kubikmeter hebt den pH-Wert um den Faktor 0,3. Der EC-Wert des Bodens sollte nicht zu hoch sein. Hohe Salzwerte im Boden beeinträchtigen das Wurzelwachstum der Tulpen. Der EC-Wert sollte bei 25°C nicht über 0,5 - 1,0 liegen. Diese Zahl beinhaltet bereits hinzugefügten Dünger (wobei die Zugabe von Dünger prinzipiell nicht empfohlen wird). Gelegentlich wird jedoch künstlicher Dünger verwendet, um den EC-Wert des Bodens zu erhöhen. Das ist der Fall bei Sorten wie Monte Carlo und ähnlichen, die die genetische Veranlagung haben, starke Wurzelsysteme zu entwickeln, und somit häufig Schwitzer und Hohlstämme bilden. Durch das Erhöhen des EC-Werts auf 1 bis 1,5 verringern sich diese Risiken. (Beachten Sie auch den Abschnitt über Schwitzer und Hohlstämme in Kapitel 17.) Die Erde muss frei sein von Krankheitserregern wie Pythium und Rhizoctonia. Das Risiko für Schäden durch diese Erreger wird deutlich erhöht, wenn Erde verwendet wird, die bereits für die Tulpenproduktion oder gar für andere Pflanzen eingesetzt wurde. Gelegentlich wird die Erde standardmäßig mit einem Mittel gegen Pythium angereichert. Diese Krankheit tritt jedoch viel häufiger auf, wenn minderwertige Erde mit wenig Sauerstoff verwendet wird, die darüber hinaus zu viel Feuchtigkeit aufweist. Kapitel 6 – Kistentreiberei auf Erde: Pflanzmethoden Pflanzperiode Die Pflanzperiode wird von folgenden Faktoren beeinflusst: • Die bevorzugte Pflanzperiode liegt zwischen Mitte September und Mitte Dezember. Die meisten Tulpenzwiebeln werden im Oktober und November gepflanzt. • Das Datum, an dem die Kisten in das Gewächshaus gebracht werden sollen. • Eine Bewurzlungszeit von mindestens sechs Wochen nach dem Pflanzen. • Die Temperatur im Bewurzlungsraum (ohne Klimakontrolle) oder im Einschlag. • Verfügbarer Platz im Bewurzlungsraum. • Arbeitseinteilung • Sorten, die mit ihren Wurzeln leicht aus den Kisten herauswachsen können (z. B. Monte Carlo), sollten nicht zu spät gepflanzt werden. Im Allgemeinen werden die frühesten Partien zuerst gepflanzt, da diese auch als erste eingebracht werden. Das heißt, die Reihenfolge, in der die Partien eingebracht werden, bestimmt die Reihenfolge des Pflanzens. Ihr Lieferant wird gemeinsam mit Ihnen einen Plan für das Pflanzen erstellen. Die meisten Tulpenzwiebeln werden im Oktober und November gepflanzt. Früheres Pflanzen ist möglich, wenn zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausreichend Arbeitskräfte vorhanden sein werden. Häufig wird zu einem späteren Zeitpunkt gepflanzt, damit der Bewurzlungsraum zweimal genutzt werden kann. Das ist jedoch nicht in jedem Fall empfehlenswert. Tulpen sollten nie gepflanzt werden, wenn die Temperatur über 9°C liegt, da dies zu Ausfällen aufgrund von Krankheiten führen kann. Außerdem sollte zu frühes Pflanzen vermieden werden, weil die Kühlperiode sonst zu lang wird. Sorten, die schnell zu groß und schwach werden, entwickeln sich so zu schwachen Pflanzen. Wenn die Tulpen noch nicht ausreichend entwickelt sind, sollten sie nicht bei einer zu niedrigen Temperatur gepflanzt werden. (Beachten Sie auch den Abschnitt über Zwischentemperatur in Kapitel 3). Pflanzen in Kisten
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